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Öffentlichkeitsarbeit

Es wurden 6 Artikel für den „Höngger“ geschrieben. Ausserdem veröffentlichte der „Höngger“ von sich aus 2 weitere Texte (Waldweihnacht und Jahresrückblick)
Alle vom NVV Höngg angekündigten Exkursionen konnten durchgeführt werden und besonders die Exkursionen in Höngg und ins Küsnachtertobel waren sehr gut besucht.
Ein paar Highlights: Auf der Frühlingsexkursion im Hönggerberg liessen sich sowohl Sommer- wie Wintergoldhähnchen beobachten, am unteren Greifensee konnte der rufende Kuckuck letzten Endes doch noch im Fernrohr angeschaut werden. Die Abendexkursion zu den Geburtshelferkröten bescherte uns 2 männliche Kröten im selben Wurzelloch und im Küsnachtertobel liessen sich die Wasseramseln nicht lumpen und Jonas Landolt konnte uns sogar ihre Speiballen aus Steinchen und Chitinresten zeigen.
Do Häberling organisierte für den Arbeitstag im Herbst einen Stand beim Schützenhaus, wo wir die beim Nistkastenputz gefundenen Nester ausstellten. Ausserdem konnte man einen neuen Nistkasten sponsern und, wenn man wollte, gleich beim Aufhängen mitgehen, damit man in Zukunft weiss, wo er sich befindet und beobachten kann, wer in ihm lebt.
2011 führten wir wieder einen Grundkurs durch. Diesmal nahmen 30 Personen teil und der Kurs schloss mit einem Gewinn von über 2000 Franken ab.

Praktischer Naturschutz

Kappenbühlwiese und Ruggernweg entwickeln sich zu unserer Zufriedenheit. Dieses Jahr gab es viele Äpfel und Hans-Peter Wydler hatte seine liebe Mühe bei der Verarbeitung und Vermarktung. Das Angebot, sich aus einem Harass mit Äpfeln zu bedienen, wurde leider fast nicht genutzt.
Seit dem letzten Frühsommer wird das Gras am Ruggernweg nicht mehr vom Juchhof geschnitten, sondern vom Bauern des Klosters Fahr. Diese Änderung ergab sich, weil wir neu zwar Pflegebeiträge für den Ruggernweg erhalten aber auch die Bewirtschaftung bezahlen müssen. Da der Kostenvoranschlag des Juchhofs fast so hoch war wie der gesamte Pflegebeitrag und uns für die Arbeit, die wir leisten, nichts übrig geblieben wäre, haben wir uns für die Offerte des Kloster Fahr- Bauern entschieden, die bedeutend günstiger war.
Im Frühjahr entfernte die Stadt den Zaun am Ruggernweg. Ungeschickterweise wurde nachher eine für Naturschutzflächen ungeeignete Wiesenmischung eingesät. Die Firma Naturnetz hat dann die keimende Saat wieder untergegraben und danach eine erstklassige Wiesenblumen-mischung eingesät. Das Resultat sieht sehr vielversprechend aus. So hat zum Beispiel der Wiesensalbei, der bisher nur entlang des Bachs wuchs, gut gekeimt.
Es hat uns sehr gefreut, dass sich dieses Jahr recht viele Mitglieder an den Arbeitstagen beteiligten. So konnten wir im Frühjahr auch mit dem Entfernen von Brombeeren am Waldrand des Ruggernwegs fortfahren und im Herbst eine erste Serie neuer Nistkästen aufhängen, was sich als sehr zeitintensiv erweist.

Höngger Natur

Im Hönggerberg riefen im März mindestens 2 Mittelspechte und jemand konnte ein Pärchen beobachten. Leider konnten die Vögel aber auch dieses Jahr zur Brutzeit im Mai nicht mehr gefunden werden.
Grauspecht und Kleinspecht waren kaum zu hören und auch der Pirol fehlte dieses Jahr als Brutvogel.
Auch von Gartenrotschwanzbruten in Höngg haben wir nichts vernommen. Der Gartenrotschwanz ist im Kanton Zürich weiterhin ein seltener Brutvogel. Selbst in den Obstgärten von Steinmaur, wo in den letzten Jahren immer Gartenrotschwänze brüteten, kam es letztes Jahr zu keiner Brut. Selbst wenn ein Gartenrotschwanzmännchen im Frühjahr singt, findet er häufig kein Weibchen. Ob die Weibchen die einzelnen Männchen nicht finden oder ob sie das Brutrevier, das der Mann zu bieten hat, zuwenig attraktiv finden und deshalb weiterziehen, ist unklar. Die erfolglosen Gartenrotschwanz-männchen ziehen dann jeweils auch weg, in der Hoffnung andernorts erfolgreicher zu sein.
Dennoch, wir geben nicht auf: 10 unserer neuen Nistkasten sind speziell für den Gartenrotschwanz gedacht. Sie haben ein breitovales Loch und lassen deshalb mehr Licht in den Nistkasten, was der Gartenrotschwanz offenbar schätzt.
In Ausdehnung begriffen sind die Wildschweine. Marcel Ruppen gelang letzten Sommer eine vielbeachtete Fotografie von Frischlingen im Hönggerbergwald. Unterdessen halten sich 2 Keiler und 2 Bachen mit ihrem Nachwuchs im Hönggerbergwald auf.
Im Teich der ehemaligen Kiesgrube im Gubristwald konnte Benjamin Kämpfen dieses Jahr bereits Kaulquappen der Geburtshelferkröte nachweisen. Damit wurde dieser neue Teich sehr zügig besiedelt. Damit die Erfolgsstory eine bleibt, wird man allerdings periodisch die Steilhänge entbuschen müssen, damit sie gut besonnt bleiben.
Das Wetter zur Brutzeit war im letzten Frühjahr eigentlich gut. Es gab keine langen nass-kalten Perioden. Beim diesjährigen Nistkastenputz fanden wir denn auch nicht sehr viele verlassene Gelege. Dafür hatten wir das Gefühl, dass überdurchschnittlich häufig einzelne möglicher-weise unbefruchtete Eier und auch tote Altvögel oder grosse Junge in den Nestern waren. Den Grund dafür kennen wir nicht.
Der Winter brachte bis Ende Jahr nicht viele Wintergäste. Es war im Norden immer noch so mild, dass die Vögel nicht von dort fortziehen mussten.
Auch an vielen Futterhäuschen ist bisher wenig Betrieb. Im vergangenen Jahr gab es viele Früchte an den Beerensträuchern und auch Eicheln und Buchennüsschen sind in grossen Mengen vorhanden. Es lag bis Ende Jahr nur für kurze Zeit Schnee und der Boden war auch nicht lange gefroren. Deshalb fanden die Vögel noch genügend natürliche Nahrung und waren nicht gezwungen in den Siedlungen herumzustreifen, um irgendwo etwas zu futtern zu finden. Wo die Nahrung in einem auch sonst attraktiven Lebensraum angeboten wird, wie zum Beispiel am Waldrand hinter der Scheune des Forstamtes, lassen sich aber sehr wohl auch zu solchen Zeiten verschiedene Nahrungsgäste am Futterhaus und an den Meisenknödeln beobachten. Dieser Hinweis soll keinenfalls als Aufruf dienen, den Wald mit Futterstellen zu spicken, doch wer wieder einmal Meisen, Kleiber, Spatzen und Finken auch ohne Feldstecher beobachten möchte, hat dort eine gute Chance.

Dank

Zum Schluss möchte ich allen danken, die dieses Jahr den Natur- und Vogelschutzverein Höngg in irgendeiner Weise unterstützt haben. Ganz herzlich danken möchte ich auch einmal den 2 Vorstandsmitgliedern, von denen man im Jahresbericht selten etwas liest, weil ihre Arbeit eher im Hintergrund verläuft. Es sind dies Jacqueline Herberich, die die Mitgliederliste à jour hält, das Mitteilungsblatt versendet und die Kasse führt und unsere Aktuarin Eva Gutmann.

Susanne Ruppen, Präsidentin


Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. Januar 2012 um 17:25 Uhr
 
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